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Die Geschichte des Knatterbootes beginnt – wie so oft im unklaren Dickicht der Zeitgeschichte. Das erste Auftreten des Prinzip oder des Bootes ist unklar. Es soll in den 1870er Jahren erstmals erwähnt und Veröffentlicht worden sein.
Die erste Patentanmeldung erfolgte am 19. November 1891 durch den Engländer Desire Thomas Piot 

Nicht nur Thomas Piot hat sich mit dem Phänomen Knatterboot beschäftigt.
Eine Übersicht über die mir bekannten Patentanmelder gibt es hier:
Seit dem Bekannt werden des Prinzips haben sich viele Menschen mit dem
Wasserkolbenmotor, wie der Antrieb fachmännisch heißt, auseinandergesetzt und ihn Weiterentwickelt. Daher kommen auch die lustigen Namen wie Tuk Tuk, Piff Paff, Kerzenboot, Dampf-Jet-Boot und Tuckerboot.
Es entstand eine Vielzahl von interessanten und teilweise auch sehr skurrilen Variationen bis hin zu den heutigen Booten. Firmen wie Heller & Condray, Lorenz, Seidel und Märklin bauten größere und kleinere Schiffe
mit Wasserkolbenmotor. In den frühen 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts waren diese Blechboote weit verbreitet, gerieten aber bald wieder in Vergessenheit. Auch der Boom des Plastikspielzeugs verdrängte das scharfkantige Blechspielzeug
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Datum
der Anmeldung
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Erfinder
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Land
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18.November 1891
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Thomas Piot
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Amerika
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10.Oktober 1916
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C. J. Mc Hugh
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Amerika
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19.Februar 1918
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J.F. Tierney
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Amerika
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13.September 1921
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Frederik
Adolphus Lappin
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Deutschland
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15.Januar 1924
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Wiliam F.
Purcell
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Amerika
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4.Juli 1929
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Karl Gustav
Mortunach Peterson
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Deutschland
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25.April 1934
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Paul Jones Jr.
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Amerika
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4.Dezember 1934
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Cuomo und De
Angelis
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Frankreich
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19.Mai 1948
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Gaynor England
und Robert Kingsbury
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England
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14.Mai 1948
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Gustav Bolliger
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Schweiz
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4.September 1946
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Ronald Clifford
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England
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8.Juli 1949
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Emil Lorenz
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Deutschland
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28.Juni 1950
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M. Ceslav
Prazmovsky
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Frankreich
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26.Januar 1954
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T. W. Lepowski
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Amerika
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2.Dezember 1954
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Claus Gerhard
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Deutschland
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12.August 1975
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Peter Payne
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Amerika
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1.Dezember 1977
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Karl Hollerung
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Deutschland
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21.September 1982
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Tatsuya Kodaka
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Japan
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23.Juli 1997
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Siegfried Schmid
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Deutschland
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GeschichteDas Motorboot (um 1920) hatte einen "Mysteriös-Antrieb". Ein Spiritusbrenner erhitzte eine Kupferschnecke aus der dann der ausströmende heiße Wasserdampf für Vortrieb sorgte
Erst in jüngster Zeit verbreitet sich das Knatterboot wieder mehr und viele Hobbybastler auf der ganzen Welt befassen sich erneut mit diesem simplen aber schönen Spielzeug, das heute noch Kinder und Eltern gleichermaßen in den Bann zieht.
Mittlerweile wird es vor allem in Indien und China gebaut, und im Internet und in wenigen Geschäften für wenig Geld angeboten.
Auch hält das Knatterboot vermehrt in den Schulunterricht Einzug und dient im Physik- oder Technikunterricht als willkommene Abwechslung und Motivationshilfe.
Der Amerikaner Charles Mc Hugh war einer der Tüftler, die sich besonders Intensiv mit dem Antrieb beschäftigt haben. Eine erhebliche Veränderung des bekannten Piot Prinzips war dass er nur ein Rohr einbaute dass durch den Bootsrumpf ins Wasser ragte. Durch ein über dem Kessel angebrachtem Blech knatterte dieser Antrieb schon. Die Membrane war aber noch nicht in den Kessel integriert.
Und weil er recht fleißig war hat er noch 2 weitere Patente eingereicht.
Hier das zweite…
J.F. Tierney hat einen sehr außergewöhnlichen Antrieb gebaut. Er benutzt
ein Rohr mit einer Kugel im innern. Er betreibt damit ein Boot und sogar ein Karussell.
Karl Gustav Mortunach Peterson befasste sich 1929 auch mit einer sehr interessanten Variante des Antriebes. In Seiner Patentschrift benennt er seine Erfindung als Dampfanlage zum Fortbewegen von Spielzeugschiffen.
Das interessante daran ist dass er ein Rohr des Antriebes zum ansaugen und das andere Rohr zum ausstoßen benutzt. Dies erreicht er mithilfe von ein bzw. Auslassventilen. Er war somit der erste Tüftler der Ventile einsetzte.
Mr. Gaynor England und Mr. Robert Kingsbury haben sich mit einer speziellen Variante des Antriebes befasst. Sie benutzen in ihren Antrieben auch Ventile wie Gustav Mortunach Peterson. Das besondere des Antriebes ist, dass sie jeweils 2 Ansaugrohre nach vorne und 2 Ausströmrohre nach hinten gerichtet sind.
Sie beschreiben in der Patentanmeldung dass der Antrieb durch den Ram – Effekt kraftvoller wird da bei der Fahrt Wasser in das Einströmrohr gedrückt wird. Dadurch öffnet sich das Flatterventil in der Mitte auch leichter.
Durch anbringen von Umsteuerventilen war es ihnen möglich das Boot auch rückwärts Fahren zu lassen. Sie patentierten auch eine Außenborder Version des Antriebes.
Seidel und Lorenz befassten sich auch mit dem Knatterboot und haben es einen großen schritt weiter gebracht. Sie haben die Befestigung der Rohre verbessert und die Membrane eingebörtelt. Dadurch wurde die Dichtung verbessert Außerdem haben sie die Membrane mit Sicken versehen die einen gleichmäßigeren Lauf und ein schöneres Knattergeräusch brachte. Außerdem neigten sie den Antrieb zum Ende hin um 10 Grad nach unten. Dadurch bildete sich am Ende des Kessels ein „Wassersack“ der das Leerlaufen des Kessels und die damit verbundene Überhitzung des Antriebes verhindert.
Mr. Rowland Payne befasste sich in den 70er Jahren intensiv mit einer Einrohr
Variante eines Reaktionsantriebes mit der er es schaffte, ein 9 Meter
Boot mit 0.3 m/s fortzubewegen. Er baute die Skurrilsten Antriebe unter anderem baute er eine Wasserpupe mit einem Reaktionsantrieb.
Karl Hollerung ging speziell darauf ein, dass - egal wie viele Rohre der Antrieb hat - immer in allen Rohren gleichzeitig eingesaugt und ausgestoßen wird. Er baute seine Antriebe extrem flach und mit einer großen Heizfläche. Außerdem ist der Kessel zu den Rohren hin aufgetrichtert, damit der Dampf leichter in die Rohre strömen kann.
Hollerung ist ein Verfechter des asymmetrisch gebauten Antriebes. Er behauptet, dass, wenn man die Rohre gabelt, sich die zulässige Heizmenge nahezu verdoppelt. Er experimentierte viel, um den Antrieb auch für Landfahrzeuge nutzbar zu machen.
Siegfried Schmid ist der neueste Patentanmelder. Sein Patent beschreibt eine
Verbesserung der herkömmlichen Antriebe jedoch ohne Membrane.
Er geht speziell auf die Vergrößerung des von Seidel und Lorenz angesprochenen Wassersacks ein. Er neigt den Kessel bis zu 60 Grad und Setzt die Flamme etwa auf halber Höhe des Antriebes an um ein Leerlaufen des Antriebes gänzlich zu verhindern. Außerdem versieht er den Antrieb mit einer Haube unter der sich die Hitze stauen kann. In Booten mit 2 Antrieben bilden die Antriebe selbst schon eine Haube.
Alle Erfinder und Patentanmelder haben eins gemeinsam – den Wunsch einen Knatterbootantrieb zu bauen und ihn weiterzuentwickeln
Falls Jemand noch ein paar alte Unterlagen oder ein Bild von einem Alten
Knatterboot zuhause hat kann man sich an mich wenden ich bin für jede Info oder ein Bildchen dankbar! Auch nicht mehr benötigten Knatterbooten gebe ich gerne ein neues Zuhause.
Einer der bekanntesten Knatterboot – Typen ist das Robin Steamboat. Dieser Antrieb hat 2 Rohre und eine Membrane als Deckel .Diese Membrane ist meistens aus Messing. Die Membrane unterstützt den Einsaug bzw. Ausstoßvorgang und bringt den Antrieb zum Knattern. In dieser Form wird das Knatterboot bis heute in China und Indien gebaut und erfreut jung und alt mit seinem herrlichen klang.
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